bericht 02Entsafter, T-Rex-Alarm und das Problem der Orientierung
4. Ludwig-Leichhardt-Trail Ultralauf vom 18.02.2017

Als Michael Bräsel bei seiner dritten Teilnahme an diesem Lauf nach 4:18 Std. als Erster das Schloss in Branitz erreicht, bleibt er vor der ersten Stufe der Freitreppe, dem finalen Schritt, stehen und meint verwundert: „Da war doch noch einer!“
„Nein!“ rufen fast alle, „Du bist Erster, nun los, erste Stufe!“ Er macht den Schritt – Sieger 2017!

Dann, nur etwa eine Minute später, kommt „der Eine“, der „da noch war“, Thomas Sacher. Er hatte das Rennen dominiert, die Führungsgruppe, die noch am Marathonpunkt gemeinsam unterwegs war, auf den letzten Kilometern erbarmungslos gesprengt – und wurde dann Opfer einer der größten Tücken dieses Laufes, der Orientierung!
Später meinte er, dass er genau wusste, an welcher Stelle des Branitzer Parks er dem Känguru hätte nicht mehr folgen müssen – aber er wäre so im Rennen gewesen … verlaufen!
Und jetzt im Ziel? Michael ringt verlegen um eine unnötige Entschuldigung, Thomas zuckt die Schultern, Shake-Hand, beide lächeln, gegenseitige Glückwünsche, Schulterklopfen – echte Sportsmänner, Ultraläufer eben!

Von denen kommen in den folgenden etwas mehr als zwei Stunden noch 55, darunter neun Frauen, am Schloss in Branitz an. Nur ein Starter musste nach ca. 30 km der Härte des Laufes Tribut zollen. Ja, der Lauf 2017 war etwas anders, als die Vorgänger: zwar wieder kein Winterlauf, denn der Schnee der letzten Wochen war weg, erstaunlicherweise gab es auch kaum Wind und damit ein angenehmes Zwischenstück auf dem ungeschützten Spreedamm, die restliche Vereisung hatte sich um Glück in Grenzen gehalten.

Aber da waren km 11 bis 21! Tauwetter, Regen und der Frost im Boden hatten ihr Werk getan, das bedeutete: Schlamm, Modder, Anstrengung! Das war für einige Starter der „Entsafter“ an einer viel zu frühen Stelle dieser langen Distanz von 52,5 km.
Aber der guten Laune hatte das kaum einen Abbruch getan. Die Siegerin der Frauenwertung, Martina Prüfer (4:45 Std.), als nur ein Beispiel, lächelt auf jedem Foto, ob bei km 21, 42 oder im Ziel.

bericht 01Und nahezu alle lächeln am Fotopoint!
Lediglich der Hund von Max Bisanz, auf diesem Streckenabschnitt als treuer Begleiter mit dabei, fand es gar nicht lustig: da lief ein fetter ca. 2 m hoher T-Rex über die Strecke und stellte sich allen Kommenden in den Weg! Ein Mordsgaudi für fast jeden Teilnehmer!
Da sage nochmal einer, dass in der Lieberoser Heide die Wölfe die gefährlichsten Tiere seien ;)

Später, in der Vereinsgaststätte des SV Eiche Branitz, sind auch diesmal nahezu alle TeilnehmerInnen bei der Siegerehrung anwesend, spenden ihren Beifall für jeden einzelnen, der hier seine Finisher-Urkunde in Empfang nimmt.
Einziger Wermutstropfen – der dann folgende Fast-Rausschmiss aus den Räumlichkeiten, denn die Inhaber hatten entgegen unserer eindeutigen Vereinbarung ab 18 Uhr eine andere Veranstaltung angenommen. Schade, gern hätten wir mit denen von Euch, die einen ruhigen Ausklang wollten, noch auf ein oder zwei Bier zusammen gesessen.

Damit ist die vierte Auflage unseres Laufes Geschichte.

Eure Zufriedenheit, euer Lächeln, eure Dankesworte sind für uns Ansporn, auch eine fünfte Auflage, voraussichtlich am 17.02.2018, anzubieten. Wir überlegen, ob wir denen, die es gern möchten, den Bustransfer zum Start ersparen – sollen sie doch zu Fuß gehen – billiger wird es dadurch aber nicht *grins*!

Auch diesmal sagen wir: danke, dass ihr da wart und diesen Tag für uns alle zu einem großartigen Lauffest gemacht habt!

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Mehr Bilder findest du in der Galrie                         Zu den Ergebnissen geht es hier

Besonderer Dank gilt
auch 2017 unseren unermüdlichen und mit viel Herz agierenden Helfern

Einweisung in Goyatz: Kerstin Roßberg
VP 1: Diana Scholz, Almuth Dictus, Dirk Wiesner, Lisa Weinforth, Cassandra Frotscher
VP 2: Carola und Volker Vogt,
Ziel: Almuth Dictus, Lisa Weinforth, Cassandra Frotscher,
Foto: Olaf Hoffmann, Vanessa Lau, Andre Vogt, Almuth Dictus, Volker Roßberg,
dem T-Rex: Max Bergmann
und dem Schlussfahrer (der im Modder bei km 17 heuer sogar geschwitzt hat): Gerd Buhl.

Und nicht zuletzt danken wir den Trebatscher Zamperern – auch wenn unsere Starter diesmal alles andere als in Partylaune waren, nächstes Jahr heizen wir ihnen vorher wieder richtig ein – und unseren unten stehenden Sponsoren.

panorama

Sponsoren 2017 waren:

Carola und Volker Vogt, Uwe Deinlein, Dr. Thomas Porstner. Marita Wahl,
Volker und Kerstin Roßberg, Almuth Dictus und Aldo Bergmann, Dirk Wiesner und Diana Scholz, Olaf Hoffmann

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Rückblick auf den 8. Lauf

Richtig Winter war bei unserem Ultralauf, der als "knallharter Winterlauf" gedacht ist, noch nie! Klar, vom Datum her schon, aber die Witterung? Das waren zumeist Frühlingsläufe, von Schnee und Eis kaum die Spur. Und als wir nach der 7. Auflage im Februar 2020 mal wieder gehofft hatten, dass es 2021 klappen könnte, hatte keiner geahnt, was da tatsächlich auf uns zukommen würde. Die Auflage 2021 wurde nämlich ein "knallharter Sommerlauf".

Rückblick auf den 7. Lauf

Ein Lachen ging durch den Saal, als beim Briefing der Hinweis ergangen war, dass Ultraläufer ehrlich sind und, anders als manch Stadtmarathonläufer, öffentliche Transportmittel nicht zur Abkürzung benutzen, trotzdem aber vorsorglich darauf hingewiesen werde, dass das Nutzen der Spreewaldbahn bei uns nicht erlaubt sei. Wurde nun gelacht, weil die Tatsache stimmt oder weil der Hinweis Quatsch ist – es gibt die Spreewaldbahn doch gar nicht mehr!

Rückblick auf den 6. Lauf

Es war schon Wehmut dabei, als wir am 15. Februar 2019 am Schloss Branitz vorbeiführende Streckenmarkierungen angebracht haben. Dieses schöne ehemalige Ziel unseres Laufes ist Geschichte, nun geht es ein paar Kilometer weiter zu einem neuen Ziel. Trotzdem machte am darauffolgenden Tag einige Teilnehmer das Übliche: ein Foto auf der Schlosstreppe, eine witzige Idee! Aber halt, soweit sind wir noch lange nicht!

Rückblick auf den 5. Lauf

61 StarterInnen waren am 17. Februar 2018 von Trebatsch nach Cottbus/Branitz bei herrlichem Sonnenschein unterwegs, 60 erreichten schließlich das Zeil. Unter den 22 neuen Startern waren auch zahlreiche Ultraneulinge, die nun wohl mit der "Sucht" Ultralauf leben müssen - nein, wollen! 15 Mehrfachstarter haben neue Bestzeiten bei diesem Lauf, der in diesem Jahr auch einen Exkurs in die regionale Geschichte enthalten hat, aufgestellt ...

Rückblick auf den 4. Lauf

Mit einem Teilnehmerrekord ist die 4. Auflage des Ludwig-Leichhardt-Trail Ultralaufes vom 18.02.2017 in die Geschichte unserer Veranstaltung eingegangen. Aber ehrlich: das war nicht schwer! Denn die Nachfrage nach diesem Event ist gewaltig, schon zwei Wochen nach Meldeeröffnung waren fast alle Startplätze vergeben. Am Ende des Tages waren wieder alle Finisher Sieger über sich selbst, die harten Bedingungen 2017 und haben überlebt …

Rückblick auf den 3. Lauf

Der 3. Ludwig-Leichhardt-Trail Ultralauf vom 20.02.2016 war von kühlen Temperaturen, starkem Wind und Regen gekennzeichnet. 48 Starter hatten die Strecke unter die Füße genommen, 45 haben das Ziel erreicht. Von großen Verhauern auf der Strecke haben wir nichts gehört, am Schloss in Branitz allerdings sind die Finisher wieder aus den verschiedensten Richtungen gelaufen gekommen. Wie auch immer: es waren scheinbar alle zufrieden und glücklich,

Rückblick auf den 2. Lauf

Der 2. Ludwig-Leichhardt-Trail Ultralauf vom 21.02.2015 war der erste offizielle Wettkampf über diese Strecke, die 47 Läufer bei frühlingshaften Bedingungen unter die Füße genommen haben. Leider hatten nicht alle auf die Empfehlung gehört, nach GPS-Track zu laufen - es gab so manchen Verhauer. Nun, und alle, die nicht auf die Warnung gehört hatten, dass der Lauf gefährlich sei, da er durchs Siedlungsgebiet Lausitzer Wölfe führt, erlebten eine besondere Überraschung ...

Rückblick auf den 1. Lauf

Am 15. März 2014 war es soweit: sechs Starter waren der Einladung zum Lauf über den Radweg „Ludwig-Leichhardt-Trail“, angegeben mit 54 km Länge, gefolgt. Pünktlich um 10 Uhr gab es auf dem Leichhardt-Platz in Trebatsch das Startsignal. Am Ende waren es 52,5 km. Hier findest du einige Eindrücke der ersten Auflage - über die Fotos und das Video kannst du dir zudem einen Eindruck von der Strecke und über uns verschaffen.

Hintergrund Laufberichte


Spender für den Lauf 2022 sind:

Hugo Knof, Ralf Carmesin und Matthias Christl, insgesamt
200 Euro

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